30.01.2015

Schwerverletztes Unfallopfer (36)

Berührende Szene: Schwerverletztes Unfallopfer (36) - eingeklemmt im Auto - bittet den Ersthelfer seine Gattin anzurufen.


Ein folgenreicher Verkehrsunfall ereignete sich Freitagnachmittag, nach 14 Uhr auf der B16 bei Leopoldsdorf. Zwei Notarztteams mussten unter anderem zur Versorgung der Verletzten anrücken, nachdem zwei Pkw frontal zusammengestoßen waren. Doch zuerst zum Unfallhergang: Laut Polizei soll ein 36-jähriger Mann mit seinem Auto auf der besagten Bundesstraße in Richtung Achau unterwegs gewesen sein, als ein 26-Jähriger ihn bei einem Überholvorgang – er wollte zwei Pkw überholen – frontal erfasst hatte. Das Fahrzeug des 36-Jährigen wurde durch die Wucht des Zusammenpralls von der Fahrbahn in einen Graben geschleudert und blieb auf dem Dach liegen. Der lebensgefährlich verletzte Lenker musste von der Feuerwehr aus dem Pkw gerettet werden. Die Rettungsaktion gestaltete sich sehr schwer, wie die FF Leopoldsdorf berichtet. Mit dem Rettungsheli wurde der in Tiefschlaf versetzte Mann anschließend ins Wiener AKH geflogen. Dort heißt es am Montag von einer Sprecherin: „Akute Lebensgefahr besteht nicht mehr, der Patient wird dennoch noch auf der Intensivstation behandelt.“

Unfalllenker ebenso in Fahrzeug eingeklemmt

Der 26-jährige Mann, der mit seinem Auto auf der Gegenfahrbahn zum Stillstand kam, wurde nach der Befreiung aus seinem Fahrzeug ins Spital nach Mödling gebracht. Auch sein Zustand war und ist stabil. Alkoholisierung lag nicht vor, wie ein Beamter berichtet. Weitere Hintergründe zur Kollision seien Gegenstand der Ermittlungen.

Andreas Grotz, selbst als freiwilliges Feuerwehrmitglied in Wolkersdorf engagiert, wurde nicht nur zum Ersthelfer und Augenzeugen des schrecklichen Zusammenpralls, sondern er war auch einer jener beiden Pkw-Lenker, die der 26-Jährige überholen wollte. Trotz seiner Erfahrung als langjähriger Feuerwehrmann habe ihn dieser Unfall persönlich sehr mitgenommen, wie er im NÖN-Gespräch schildert: „Solche Bilder vergisst man nicht so schnell, das ist ganz klar.“ Am meisten jedoch bewegt habe ihn ein Satz jenes Autolenkers, der im Auto zwei Stunden lang eingeklemmt war. „Als ich zu ihm hinunterlief, um nach ihm zu schauen, gab er mir sein Handy und bat mich, seine Frau anzurufen. Ich sollte ihr sagen, dass er sie liebe.“ Kurze Zeit später trafen bereits die ersten Retter ein.

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